Zurück
29.7.06
Die Zeit ist einfach viel zu schnell vergangen. Ich bin jetzt wieder zurück in der Schweiz.
Mein Blog - gemäss neuem Duden korrekter "das Blog" ;-) - konnte ich nicht mehr updaten, da ich sehr wenig Zeit hatte und/oder Preise für die Computerbenutzung astronomisch hoch waren. Ich werde aber ein Buch über meine Erfahrungen in China und meine abenteuerliche Reise alleine durch Südostasien schreiben. Da gibts einen tollen Onlinedienst, da kann man sich ganz günstig ein paar Exemplar zur Erinnerung drucken lassen. Über Amazon werden die dann auch bei Bestellung verkauft. Find ich toll.
Es war eine unglaubliche Erfahrung für mich und ich werde die Zeit in Asien nie vergessen.
Viele Fotos sind jetzt auf meiner Fotoseite
Hier noch meine Lieblingsvideos aus Beijing "Sexy Beijing von Danwei TV"
Lost in translation
Looking for double happiness
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21.8.06
Wieder hier zu sein... Das war an dem Ganzen das schwierigste. Ich wusste, dass enorm viel Arbeit auf mich warten würde, Schulstoff nachholen und mich auf die Diplomprüfung in knapp 2 Monaten vorbereiten, eine Wohnung suchen, mich in meinem Job wieder zurechtzufinden, die Diplomarbeit anzupacken und einiges mehr. Es ist ein enormer Druck. Und doch, das ist nicht das Schlimmste am Ganzen. Am Schlimmsten ist die Einsamkeit. Die Willkommensfreude mit Family und Freunden währt halt auch nicht ewig und sobald dieser Ausnahmezustand vorbei ist kommt das Loch. Ich fühle mich einsamer als je zuvor. Wieso? Weil viele zwar sagen: "cool, du warst in China. Wie wars denn so?", sich aber eigentlich nicht wirklich dafür interessieren. Weil sie sich es halt auch gar nicht vorstellen können, sie gar keine Beziehung zu China haben. Das ist so Schade. Wenn man so viel Interessantes zu erzählen hätte, aber man gar nicht erst anfängt, weil man weiss, der Gegenüber interessiert sich nicht dafür. Das macht einsam. Aber auch weil ich auf dem Campus ständig Leute um mich herum hatte, mit denen man irgendetwas unternehmen konnte, irgendwohin, zusammen essen, lernen oder was auch immer. Hier kann man nie spontan irgendetwas unternehmen. Alle scheinen Wochen im Voraus bereits Termine zu planen. Schrecklich. Ich mach das nämlich überhaupt nicht gerne. Wenn ich Lust habe, heute ins Kino zu gehen, dann hab ich heute Lust. Und nicht vielleicht in 2 Wochen. Aber eben, scheint fast so, als muss ich auch mit so einer blöden Planung anfangen, sonst hock ich am Schluss nur alleine rum, weil niemand Zeit hat. "Hey Michaela, come down, we sitting in the sun downstairs drinking some green tea with whiskey", solche Anrufe und SMSen vermisse ich.
Ausserdem habe ich damit zu kämpfen, dass alles so steril ist, atuomatisch, viel zu geordnet, als befänden sich alle in einem kleinen Kasten über dessen Rand sie nicht hinaussehen können oder wollen. Mein Leben in Asien war so voll Intensität, voller Geräusche, Eindrücke überall. Das fehlt mir. Fühle mich irgendwie zerrissen, als ob ein Teil von mir an all den Orten in Asien geblieben ist.
Viele Fotos sind jetzt auf meiner Fotoseite
Hier noch meine Lieblingsvideos aus Beijing "Sexy Beijing von Danwei TV"
Lost in translation
Looking for double happiness
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21.8.06
Wieder hier zu sein... Das war an dem Ganzen das schwierigste. Ich wusste, dass enorm viel Arbeit auf mich warten würde, Schulstoff nachholen und mich auf die Diplomprüfung in knapp 2 Monaten vorbereiten, eine Wohnung suchen, mich in meinem Job wieder zurechtzufinden, die Diplomarbeit anzupacken und einiges mehr. Es ist ein enormer Druck. Und doch, das ist nicht das Schlimmste am Ganzen. Am Schlimmsten ist die Einsamkeit. Die Willkommensfreude mit Family und Freunden währt halt auch nicht ewig und sobald dieser Ausnahmezustand vorbei ist kommt das Loch. Ich fühle mich einsamer als je zuvor. Wieso? Weil viele zwar sagen: "cool, du warst in China. Wie wars denn so?", sich aber eigentlich nicht wirklich dafür interessieren. Weil sie sich es halt auch gar nicht vorstellen können, sie gar keine Beziehung zu China haben. Das ist so Schade. Wenn man so viel Interessantes zu erzählen hätte, aber man gar nicht erst anfängt, weil man weiss, der Gegenüber interessiert sich nicht dafür. Das macht einsam. Aber auch weil ich auf dem Campus ständig Leute um mich herum hatte, mit denen man irgendetwas unternehmen konnte, irgendwohin, zusammen essen, lernen oder was auch immer. Hier kann man nie spontan irgendetwas unternehmen. Alle scheinen Wochen im Voraus bereits Termine zu planen. Schrecklich. Ich mach das nämlich überhaupt nicht gerne. Wenn ich Lust habe, heute ins Kino zu gehen, dann hab ich heute Lust. Und nicht vielleicht in 2 Wochen. Aber eben, scheint fast so, als muss ich auch mit so einer blöden Planung anfangen, sonst hock ich am Schluss nur alleine rum, weil niemand Zeit hat. "Hey Michaela, come down, we sitting in the sun downstairs drinking some green tea with whiskey", solche Anrufe und SMSen vermisse ich.
Ausserdem habe ich damit zu kämpfen, dass alles so steril ist, atuomatisch, viel zu geordnet, als befänden sich alle in einem kleinen Kasten über dessen Rand sie nicht hinaussehen können oder wollen. Mein Leben in Asien war so voll Intensität, voller Geräusche, Eindrücke überall. Das fehlt mir. Fühle mich irgendwie zerrissen, als ob ein Teil von mir an all den Orten in Asien geblieben ist.
