02 Juli 2006

Angkor What?

Wieder frueh aufstehen. Heute waren die Tempel von Angkor auf dem Programm. Eine Riesen Tempelanlage oder eher Stadt mit unzaehligen Tempeln inmitten des Dschungels. Unglaublich. In einem der Tempel wurde auch Tomb Raider gedreht. Dieser Tempel wird mehr und mehr von der Natur umschlungen und zerstoert. Die Wurzeln der riesigen Baeume graben sich in die Mauern und verschieben das Gestein. Es ist ein atemberaubender Anblick. Leider habe ich den Tomb Raider Film nicht gesehen, jetzt muss ich das aber wohl noch nachholen, wenn mich das Fernweh packt. Habe mittlerweilen 3 CDs mit Fotos von meiner Reise durch Vietnam und Kambodscha, da sind ein paar sensationelle Bilder darunter. Mal schauen, wann ich die hochladen kann. Wie bereits erwaehnt, ist das hier nicht so einfach. Ein paar davon sind jetzt aber auf der Flickr-Seite.
Am naechsten Tag bin ich schon vor 5 Uhr morgens aufgestanden und mit dem Motorrad zu Angkor Wat, dem bekanntesten der Tempel und eines der Weltwunder, gefahren. Hier wollte ich naemlich den Sonnenaufgang bestaunen. Leider war der Himmel aber sehr bewoelkt und somit auch keinen richtig spektakulaeren Sonnenaufgang vor dem noch spektakulaereren Angkor Wat. Aber nicht so schlimm, der Tempel allein laesst einen schon aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommen. Habe mehrer Stunden dort verbracht und bin durch die ganze Anlage geklettert. Man kommt sich uebrigens hier vor wie in einem Indiana Jones Film. Ueberall diese wunderschoenen mystischen Tempel inmitten des Dschungels, in denen man nach Lust und Laune herumklettern kann und immer wieder Neues entdeckt. Aber es ist recht anstrengend und ab und zu regnet es auf einmal. Hier ist im Moment ja die Monsoon Zeit.
Mein Husten ist immer noch nicht besser geworden. Also habe ich mich dazue entschlossen, nach der Tempeltour bei einem Arzt vorbeizugehen. Mak, mein Fahrer, hat mich bei einem Spital abgesetzt. Drinnen wurde ich dann auch von einem Arzt in Empfang genommen, der praktisch kein Englisch sprach. Ich habe ein paar Mal gehustet und er hat mir in den Hals geschaut. Dieses Ding, mit dem die Aerzte jeweils die Zunge runterdruecken, wenn sie einem in den Rachen schauen, hat er dann uebrigens aus Versehen fast in die saubere Schale zu den anderen Instrumenten zurueck gelegt. Versehen oder wollte er es eigentlich in die Schale zu den andern zureucklegen und hat sich im letzten Moment besinnt, dass das vor den Augen einer westlichen Touristin doch nicht so gut ist? Wie auch immer, das Ganze war mir gar nicht geheuer. Und als er dann noch sagte, er wolle mir Blut abenehmen. Habe ich gesagt, auf gar keinen Fall!
Seine Diagnose war Bronchitis und Pharyngitis. Er hat mir 4 (!) Medikamente verschrieben. Als ich ihm gesagt habe, dass ich das etwas viel faende, hat er mich nicht verstanden. Am Empfang habe ich dann gefragt, wie teuer die Medis denn seien. 30 Dollar fuer alle 4. (Uebrigens wird hier in Kambodscha wie auch schon in Vietnam der Dollar gleich wie Riel resp. Dong akzeptiert. Ich zahle mal in Dollar und mal in der Inlaendischen Waehrung). Also habe ich gesagt, ich wolle das mit den Medis noch abklaeren und im Moment nur die Konsultation bezahlen. Die war dann 5 Dollar. Langsam beginne ich mich wirklich darueber zu nerven, hier als wandelndes Portemonnaie angesehen zu werden. Alle versuchen irgendwie moeglichst viel Geld zu bekommen.
Hab die Gebuehr dann schnaubend bezahlt und bin ins naechste Internetcafe. Dort hab ich per Skype meinem Hausarzt angerufen, ihm meine Situation erklaert und ihm das Rezept vorgelesen. Eines der Medikamente ist in Europa gar nicht erhaeltlich, ein Antibiotika-Hammer, also sehr starkes Zeug. Auch von den andern hat er mir abgeraten (Stacef, Pnedisolon und Lysopain). Einzig das Mucomyst soll ich besorgen. Das hab ich dann auch getan und ich hoffe, dass der Husten bald besser wird.