24 Juni 2006

Zaijian Beijing

An meinem letzten Abend habe ich meine Klasse zu einem Abendessen mobilisieren koennen. Das war haben wir naemlich die ganze 4 Monate noch nie gemacht. War toll und da ist bei mir auch schon ein bisschen Wehmut aufgekommen. Hab einige Leute doch schon sehr ins Herz geschlossen. Alle sehr anders als ich, aber auf ihre Art sehr liebenswert und gute Freunde von mir geworden.Kann das alles noch gar nicht realisieren. Obwohl ich mich auf meine abenteuerliche Reise freue, bin ich traurig, mein Leben hier, an welches ich mich so schnell gewöhnt haben, zu verlassen. Diese Freunde, die Dormitories, die Schule, die täglichen Velofahrten auf dem Campus, einfach das ganze verrückte und so voellig andere Leben hier. Was alles in meinem Blog steht ist nur ein kleiner Bruchteil von meine ganzen Erlebnissen hier.China ist bestimmt nicht für jeden einfach. Nicht wenige Leute hier sind mit dem Leben hier nicht klargekommen und waren oft unglücklich. Aber wer dazu bereit ist, Angewohnheiten und Bequemlichkeiten über Bord zu werfen, einen robusten Magen hat, flexibel genug ist, gerne viele ganz unterschiedliche Menschen kennenlernt und das Abenteuer nicht scheut, wird in China eine wundervolle Zeit erleben. Meine wars auf jeden Fall. Der beruehmt-beruechtigte Kultur-Schock hat mich nicht erwischt. Habe die Zeit in vollen Zuege genossen. Allerdings befuerchte ich einen Zurueck-in-der-Schweiz-Schock.

Ich werde die Tsinghua Universitaet mit um einiges ärmer an Geld und einem Teil meines Zahnes weniger verlassen, aber um viele Freundschaften, Sprachkenntnisse, ein paar Kilos Uebergepaeck, ein bisschen Weisheit und viele unbezahlbare Erinnerungen reicher.