So ein Witz
Schon fast wieder Wochenende! Die Zeit vergeht wirklich wie im Flug.
Diese Woche haben die Lehrer noch mal richtig Gas gegeben da die Maiferien (1 Woche) vor der Türe stehen. Pro Fach bearbeiten wir jeweils ein Buch. In 2 Fächern sind wir schon weit über die Hälfte hinaus und ein einem Fach praktisch schon fertig damit. Im Integrierten Chinesisch werden wir kurz nach den Ferien ein neues Buch bekommen. Da gibt’s dann nur noch Characters drin, also keine Lautschrift mehr. Im alten Buch waren die Übungstext und – geschichten jeweils in Hanzi (Characters) und in Pinyin (Lautschrift). Das wird ja heiter werden. Die Lehrerin hat uns auch schon gewarnt, dass vor allem wir Nicht-Asiaten über die Ferien pauken sollten, da für uns die Schrift ein grösseres Problem darstellt. Ich habe mir auch vorgenommen, die paar Tage nach meinem Velotrip fleissig zu lernen. Aber eben nachher.
Diese Woche war unsere Klasse ab Mittwoch nur noch halb so gross. Viele waren bereits abgereist um die Ferienwoche etwas zu verlängern. Bali, Ürümqi, Shanghai, Qingdao, Hainan und Tibet sind u.a. beliebte Ziele. Freue mich darauf die vielen Erlebnisse und Eindrücke der andern zu hören. Bin im Moment ein bisschen besorgt wegen meiner Velotour. Ich habe noch kein Mail mit näheren Infos betreffend Treffpunkt und –zeit erhalten. Die Organisation scheint mir zwar recht professionell, allerdings wäre ich schon froh um ein paar Infos. Muss noch einen Backpack, eine richtige Sonnenbrille (also mit Schutz, gar nicht so einfach hier) und wahrscheinlich noch andere Sachen einkaufen. Ich hoffe, die beeilen sich mal.
Diese Woche mussten wir im Unterricht einen chinesischen Witz erzählen. Also auf Chinesisch. Ich hatte meinen aus einem Witzbuch. Er ist zwar recht doof, aber ich bin echt überrascht, dass wir uns mittlerweilen sogar „xiaohua“s (Chin. für "Witz") erzählen können. Meiner ist hier.
Am Sonntag bin ich sehr spät erst aufgewacht. Die meisten hatten schon gegessen und in der Kantine gabs zu der Zeit auch nix mehr. Auf Instant-Nudeln (sehr beliebt in China) hatte ich auch keine grosse Lust. Dann gabs da ja noch Lieferservice. Ein Versuch wars wert. Ich hatte mir beim letzten Besuch bei einem Curry-Restaurant einen Speisekarten-Flyer mitgenommen. Die Menüs waren abgebildet und neben dem chinesischen und japanischen Namen auch mit Nummern versehen. Ich habe unter der angegebene Nummer angerufen und der Dame auf Chinesisch erklärt, was ich genau bestellen will und wohin es soll. Ok, war gar nicht so schwer. Allerdings hat sie mich dann irgendwas zurückgefragt und das habe ich nicht verstanden. Die haben ein solches Tempo beim Sprechen drauf, no chance. Ich hab’ dann einfach meine Bestellung noch 2 Mal wiederholt und dann hat es geklappt. Wie von ihr gesagt, kam eine halbe Stunde später der Kurier und brachte das Essen. Super, war sogar das richtige. Für die Lieferung muss man auch nix extra zahlen.
Ich habe übrigens meine Liebe für asiatische Musik entdeckt. Naja, sagen wir mal so, RnB gesungen von Koreanern oder Chinesen. Es gibt z.B. einen Sänger aus Südkorea, der nennt sich „Rain“. Die Mädels hier sind verrückt nach ihm. Ich habe mir am Computer einer Freundin eine DVD über ihn angeschaut. Er muss in ganz Asien bereits ein Superstar sein. Eine Art asiatischer Justin Timberlake, vor allem wenn man seinen Tanzstyle anschaut. Die Texte sind koranisch und englisch.
Dann gibt’s da noch Wang Lee Hom. Ein chinesischer Sänger und per sofort mein persönlicher Hörverständnis-Lehrer. Jedenfalls die Musik von ihm. Rain und Wang Lee Hom haben auch einen Song zusammen, auf Englisch, Koreanisch und Chinesisch. Wen’s interessiert, der kann hier mal reinhören: Wan Mei De Hu Dong

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