Made in China
Ich brauchte dringend Kleidung. Nicht nur, weil es hier sehr kalt und windig ist (immerhin schneit es nicht), ich habe auch extra nicht viel mitgenommen. China ist ja das Textilland schlechthin.
Wir gingen also zu einem Shoppingcenter, das ca. 30 Min. zu Fuss vom Wudaokou entfernt liegt. Wobei man sich aber nicht so ein amerikanisches vorstellen sollte sondern eher ein grosses Gebäude mit unzähligen kleinen Shops, wie ein Basar. Ich kaufte mir ein Shirt für 30 Yuan (ca. 5.5 CHF), einen Pulli für 60 Yuan und eine Jacke für 200 Yuan. Eigentlich wollte ich auch ein grösseres Portemonnaie kaufen, für die unzähligen Scheine, die man der Währung wegen immer herumtragen muss und das Herumgekrame beim Bezahlen ist auch etwas nervig. Allerdings habe ich dort nur irgendwelche Comicmotive gesehen oder es hatte lederne, langweilige oder solche mit Mao’s Antlitz. Nun ja. Xiu Min fuhr total auf diese ab. Sie kaufte sich aber noch keins, weil die Preise recht hoch waren. Bin sicher in den nächsten Tagen wird sie mit den Yuan-Scheinen (wo auch schon Mao’s Gesicht drauf ist) aus dem Mao-Portemonnaie bezahlen. Unabhängig von des uns unverständlichen Personenkult um Mao finde ich dies ein spezielles Paradox, da Mao das neue Streben nach Reichtum zutiefst abgelehnt hätte. Jetzt ziert er Geldbörsen und fast alle Yuan-Scheine...

1 Comments:
Nia Hao Frau Scarpadetti
ich bezweifle keinen Moment, dass Sie in China (und Ihrem Leben) nicht nur Staub sondern auch Spuren hinterlassen. Wünsche Ihnen ein inspirierendes und erlebnisreiches Gastsemester in Beijing.
Urs Dürsteler
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